Ort: Incito (Balduinstr. 22) Datum: Freitag, 10. April 2026 Uhrzeit: 19:30
Veranstaltung auf russisch mit deutscher Simultanübersetzung.
Veranstaltung im Rahmen vom anarchistischen Veranstaltungsmonats vom Schwarz-Roten 1. Mai.
Lehren aus der modernen russischen Geschichte und anarchistische Kritik an der Verzerrung der Macht
Der Rechtsruck entwickelt sich in vielen Ländern zu einer immer ernsteren Bedrohung für die Rechte und Freiheiten der Menschen, auch in solchen, in denen „liberale Demokratie“ oder der „Sozialstaat“ bis vor kurzem noch als selbstverständlich galten. Um den Abdrift in eine rechtskonservative Dystopie zu überwinden, lohnt es sich, die düsteren Erfahrungen jener Länder zu untersuchen, in denen sich rechtskonservative Tendenzen bereits durchgesetzt haben.
Welche Lehren können europäische Anarchist*innen aus der jüngsten Geschichte Russlands ziehen? Wie verteidigt die neoliberale Oligarchie ihre Vorherrschaft durch staatlichen Autoritarismus? Wie wurde der Kampf gegen die Diktatur geführt, und warum ging er verloren? Wie wurde der Kampf gegen Klassen-, politische und geschlechtsspezifische Ungleichheit geführt? Welche Fehler hat die russische anarchistische Bewegung gemacht? Lässt sich eine Parallele zwischen den Entwicklungen in Russland in den letzten 30 Jahren und der aktuellen Lage in der EU ziehen?
Wir werden gemeinsam mit Daniil Dugum, einem im Exil lebenden Anarchisten aus Russland, über all diese Fragen nachdenken. Der Vortrag findet auf Russisch statt, mit Simultanübersetzung ins Deutsche.
Barriereinfos
Das Incito ist nur über drei Stufen zu erreichen, die Toilette ist sehr eng, der Innenraum ist rauchfrei, es gibt keine Blitzlichter, es gibt (theoretisch) Parkplätze vor dem Laden (mit Parkschein).